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PROJEKT

AUSBAU Hermann-Hesse-Bahn  – Calw bis Weil der Stadt

Die Hermann-Hesse-Bahn verbindet seit Februar 2026 erstmals seit 1983 wieder den Nordschwarzwald mit der Region Stuttgart. Auf der rund 18,5 km langen reaktivierten Strecke zwischen Calw und Weil der Stadt hat das Team der BNP Ingenieure die örtliche Bauüberwachung für sämtliche konstruktiven Ingenieurbauwerke übernommen – von Eisenbahnüberführungen über historische Tunnelbauwerke bis hin zu bundesweit einzigartigen Artenschutzkonstruktionen.

AUSBAU Hermann-Hesse-Bahn  – Calw bis Weil der Stadt

BAUHERR

Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn

PROJEKTZEITRAUM

2016-2026

PROJEKTKOSTEN

64 Mio. Euro (betreute Bauwerke)

LEISTUNGEN

Örtliche Bauüberwachung
VOB-Nachtragsmanagement

BESONDERHEITEN

Weltweit erstmalige Tunnel-in-Tunnel-Trennwandkonstruktion zum Schutz bedeutsamer Fledermausquartiere

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Hermann-Hesse-Bahn ist eines der bedeutendsten Reaktivierungsprojekte im deutschen Regionalbahnverkehr. Die seit 1983 stillgelegte Strecke der ehemaligen Württembergischen Schwarzwaldbahn wurde grundlegend erneuert und am 1. Februar 2026 wieder in Betrieb genommen. BNP Ingenieure war über den gesamten Bauzeitraum mit der örtlichen Bauüberwachung aller konstruktiven Ingenieurbauwerke beauftragt.

Zu den überwachten Baumaßnahmen zählen mehrere Eisenbahnüberführungen entlang der Trasse, darunter die EÜ Bahnhofstraße, die EÜ Südumfahrung, die EÜ Gottlieb-Braun-Straße, die EÜ Calw (Heumaden), die EÜ Hirsau sowie die EÜ Simmozheimer Weg. Ergänzt wurden diese durch Durchlässe, Mauerwerks- und Bauwerksanierungen sowie den Neubau eines Fußgängerstegs. Im Bereich des neuen Bahnhofs Calw ZOB verantwortete BNP Ingenieure die Bauüberwachung des Turm-Rohbaus sowie des fertigen Treppenturms mit Aufzugsanlage, der die barrierefreie Verknüpfung zur Nagoldtalbahn und zum Stadtzentrum herstellt.

Eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung stellten die historischen Bestandstunnel Forst und Hirsau dar, beide aus dem Jahr 1871. Die jahrzehntelange Stilllegung hatte die Tunnel zu einem national bedeutsamen Winterquartier für bis zu 16 Fledermausarten mit mehreren tausend Tieren entwickelt. Um Bahnbetrieb und Artenschutz in Einklang zu bringen, wurde eine weltweit erstmalig eingesetzte Trennwandkonstruktion realisiert: Eine Betonwand teilt den Tunnelquerschnitt in einen Bahnbereich und eine druckdicht abgegrenzte Fledermauskammer. Die zugehörigen Einhausungen der Tunnelvoreinschnitte – die sogenannten Fledermaustürme – sowie eine gesonderte FMEH-Trennwandkonstruktion ergänzen das bundesweit einzigartige Schutzkonzept. BNP Ingenieure hat die Ausführung dieser Konstruktionen vollumfänglich bauüberwachend begleitet.

Weitere Leistungsschwerpunkte lagen auf der Felssicherung im Streckeneinschnitt „Im Hau“ sowie der Sanierung von Mauerwerks­durchlässen entlang der Trasse.

 

Foto 1: Quelle Manuel Kamuf / Lightworkart.de via Hermann-Hesse-Bahn Pressematerial 

Foto 1: Quelle Manuel Kamuf / Lightworkart.de via Hermann-Hesse-Bahn Pressematerial 

Foto 3: Quelle Manuel Kamuf / Lightworkart.de via Hermann-Hesse-Bahn Pressematerial 

Foto 4: Quelle Manuel Kamuf / Lightworkart.de via Hermann-Hesse-Bahn Pressematerial 

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